Poems By Edith Boyer-Telmer (in German)

by Edith Boyer-Telmer
Dear Friends,
the other day I happened to find an old copy of poems which I wrote nearly 20years ago. I started reading them again and remembering how deeply blessed I always have been, because I was guided by music and other art during all my life. The poems I wrote mainly came to me in a manner of automatic writing, which is a natural ability I am happy to often draw my creative expression from. I hope you enjoy my little adventures into the poets realm!
Love and Blessings
Edith

DUNKLE NACHT

all meine ängste schau´n vorbei heut´ nacht
ich hab’s mir wiedermal nicht leicht gemacht
will von dir liebe, aber kenn’ dich nicht
polier mein image, schöner mein gesicht

entwickle studien über uns zwei
rückzugsgedanken – sind da auch dabei
träum von dem land in mir das „uns“ genannt
jedoch – der weg ist unbekannt

jedesmal sehn´ beginnt das spiel ganz neu
courage und selbstachtung zieh´n schnell vorbei
weichen ängstlichkeit und sehnsucht aus
unsicherheit – regiert ab jetzt das haus

zweifle an allem – das ich je gefühlt
mit fun und drugs wird’s einfach – weggespült
seh´ mich im spiegel leer, fast ausgehöhlt
und doch – von dir total erfüllt

was seh ich in dir – das nicht in mir ist
kann nicht verstehen wieso du wichtig bist
tauch in die tiefen ein und such nach mir
und da – begegne ich wieder dir

die analyse hält noch ewig an
befind mich geistig im totalen wahn
zerpflück was immer zwischen uns geschieht
vermut´ – du hättst mich eh – nie geliebt
lauf ständig fort – und kehr zurück zu dir
will deine nähe – doch schließ meine tür

vertrauen – so leicht gesagt – so schwer getan
weiß nicht, ob man mir trauen kann

E.B.T. July 1999

HAETTE ICH GEWUSST

Hätt ich gewußt es wird so schwer
hätt ich mich überwunden

Hätt ich geahnt es wird ein Kampf
hätt ich mich je gefunden

Es ist nicht leicht für sich zu stehen
hat man gelernt man ist nichts

Für Andre auf die Barrikaden gehen ist leicht,
man selbst vergißt sich.

Im Schatten Andrer nur gedeiht
gehoft, daß es mir Schutz verleiht

Gelitten wenn sie von mir gehen
geschwiegen ohne zu verstehen

Gefühle tiefer weg gesperrt
die Zeit heilt alle Wunden

Nichts hätte sie geheilt die Zeit
hätt ich mich nicht gefunden

E.B.T. February 2000REFLEKTION

Könnt ich Dir schreiben was ich sagen will,
was würd ich schreiben
Wenn Du erst weißt wie ich mich wirklich fühl’,
kannst’ Du dann bleiben

Wünsch mir so sehr ich könnte Dir vertrauen
Denn Du, Du hast mich umgehauen
Warst nicht mein Traum, noch meine Phantasie,
doch was Du bist, vergeß ich nie

Du bist Der, der mich zum lachen bringt,
der im Gespräch von ernsten Themen sinnt,
weltoffen, Blitz gescheit, zu Allen gut,
und doch wie ich, stets auf der Hut

Darauf bedacht alleine stark zu sein,
nur ‘nen Moment, da warst Du mein

Dieser Moment hat mich so sehr berührt,
hab mich mit Herz & Haut & Haar gespürt
Kann nicht mal sagen, daß es je geschah,
daß mir wer so schnell wichtig war

Gefühle, die ich längst vergrub
Erreichen mich mit mächt’gem Schub
Sehnsucht, Zartheit, Weiblichkeit
All das steht für Dich bereit

Will alles geben, bei Dir sein,
doch meine Angst sie engt mich ein
Nimmt mir die Luft, ich atme kaum
Nimmt mir die Kraft Dir zu vertrauen

Erkennt nicht wann Du bei mir bist
Und nicht, wann Zeit für Abstand ist
Such die Zurückweisung – entzweit
Verletz mich doch nur selbst dabei

Könnt ich Dir schreiben was ich sagen will,
was würd ich schreiben
Will, daß Du weißt wie ich mich wirklich fühl
und kannst doch Bleiben

E.B.T. July 2000

SEHNSUCHT

Ich hab´s gehört, es lebt in mir
ist tief verborgen, doch schreit nach Dir
Will sich befreien, Farbe bekennen
sich eingestehen, beim Namen nennen

Will stark sein, mutig und bereit
die Wunden heilten mit der Zeit
Will voller Durchblick, doch vertrauen
sich öffnen, in die Zukunft schauen

Auf das die Schatten nun verblassen,
die Kraft des Sonnenlichts einlassen
Will sich verwandeln, auferstehen
aufrecht und sehend weitergehen

Gestärkt den Schmerz wieder verlassen
Hoffnung und Lehre d´raus erfassen
Ich hab´s gehört, es lebt, ist hier
so tief verborgen – es schreit nach MIR

E.B.T. August 2000

REFLEKTION II

ich freue mich, ich kann es seh´n
muss nicht den alten Weg mehr geh´n
bin nicht mehr die, die ich mal war
hab mich verändert – wunderbar

schon viele Muster aufgedeckt
mein Leben aus dem Schlaf erweckt
mich auch gewehrt mit Hand und Fuß
auf das ich so nicht fortfahr´n muss

will nicht die „Miss Perfekt“ darstell´n
aus Angst vor den Gefühlen wegrenn´
dich größer machen und mich klein
stumm nur in deinem Schatten sein

verkrampft berichten über mich
fordernd, ohne Respekt für dich
ruhig deine Grenzen überschreiten
aus Angst, du könntest mir entgleiten

all das hat keinen Platz mehr hier
es hindert mich, g´hört nicht zu mir
war wichtig in `nem andern Leben
in diesem soll´s das nicht mehr geben

die Schwere will ich ziehen lassen
vergangenheit kann jetzt verblassen
ich wähle dich, mein neues Glück
die alte Zeit, liegt lang zurück

weiß heut, dass ich mein Retter bin
liebe mich selber innen drin
geb´ meinen Fähigkeiten Raum
lern´ mich an ihnen aufzubauen

kann mir vertrauen, für mich da sein
über mich lachen, mir verzeih´n
mir gut sein und mir eingesteh´n
den leichten weg, werd´ ich nie geh´n

bin ein Extrem und mag das sehr
ist deshalb mal das Leben schwer
so weiß ich doch, ich lern dabei
und dieses lernen macht mich frei

frei mich zu öffnen und zu sehn´
zu lieben, das ist wunderschön
d´rum „Dank“ für all, das mir gegeben
es gibt noch so viel zu erleben

E.B.T. May 2001 WENN ICH MAL TRAURIG BIN

wenn ich mal traurig bin, dann schau ich zu den Sternen
setz mich zum Fenster hin und frag „wie kann ich lernen“
wie kann ich weitergehen, nach all den schlimmen Tagen
wo ist der Ausweg nun – bitt drum „könnt ihrs mir sagen“

brauche die Hilfe wirklich sehr, kein Licht am Horizont
nach den vergangnen Jahren, ist´s mir gar ungewohnt
hab längst gelernt zu sehn, das Leben fließt in Wellen,
die voller Heiterkeit und die voll heft´ger Dellen

kann selber nicht verstehen, wie ist mein Herz so schwer
wieso fühlt sich´s so an, als gäb´s kein´ Ausweg mehr
als währe bloß noch Dunkelheit und Trauer mein zu Haus
das kann doch so nicht sein – es reicht „ich will hier raus“

drum wird die Angst zu groß, ich könnt für immer leiden
bin bloß ein mühsam Klos am Bein und muss alleine bleiben
wird nie wen geben, der mich liebt – was soll ich denn bloß tun
streichle ich mein Köpfchen selbst und bitt´s jetzt auszuruhn

halte das Kind in mir ganz fest, geb´ ihm Geborgenheit
schenke ihm Kraft und Zuversicht, Liebe und Kuschelzeit
helf ihm dabei jetzt aufzustehen, sich gut zu fühl´n und stark
lass es ganz einfach alles tun, was es besonders mag

wenn ich mal traurig bin, dann schau ich zu den Sternen
und während ich so Sternchen schau, kann ich ne´ Menge lernen

E.B.T. June 2002

LIEBE

Ich weiß jetzt was es heißt, wenn das Ego liebt
Ich weiß jetz, daß es das nicht wirklich gibt

Mein Ego will kämpfen, besitzen, entzweien
Ich aber will liebend geben im Sein

So sage ich „Dank“ dem Ego, der Zeit
Und mache mich stetig zu lieben bereit

E.B.T. December 2002

MIT DIR

In Dir will ich versinken
keine Kontrolle weit und breit

Vertrauen und Liebe mit Dir trinken
die Zeit ist reif, ich bin soweit

E.B.T. March 2003

ERBLÜHEN

wenn wir erblühen
bricht die schale des samenkorns unter schmerzvollem krachen entzwei
und der zarte stamm der wunderbaren blüte die wir einst sein werden
bannt sich seinen weg ins leben

zerbrechlich, schwach noch und leicht zu knicken
aber voll zuversicht, hoffnung und lebenslust
bereit zu wachsen, zu lernen und alles zu tun das von nöten ist unsere wahre größe,
unsere schönheit und reife zu entfalten

möge die erde mich nähren
die sonne mein feuer entfachen
das wasser meine gefühle umspühlen
der wind alle hindernisse davon wehen
und meine seele mir das vertrauen schenken,
daß es auch diesmal gelingen wird
weil ich die blüte bereits in mir trage
E.B.T. September 2003

If you enjoy my posts you can sign up for my daily newsletter, CLICK HERE & enter your e-mail. Please also like New Beginnings Guatemala on Facebook, and keep up the good work spreading the word ;-)! Feel INVITED to share this post also on your website or social media! If you repost or use parts in your articles, please start with “by Edith Boyer-Telmer” from New Beginnings Guatemala, and keep all links active! THANK YOU!

Advertisements